Die Zeit der Eingewöhnung: „Ohne Eltern geht es nicht!“

Unumstritten ist, dass der Eintritt in einen Kindergarten oder eine Krabbelstube eine kritische Phase für jedes Kind darstellt. Die Kinder müssen eine völlig neue Umgebung kennen lernen, sich mit der bestehenden Kindergruppe auseinander setzen und eine Beziehung  zunächst zu einer erwachsenen Bezugsperson in der Gruppe aufbauen. Das Kind muss sich an neue Situationen, den veränderten Tagesablauf und an die täglich mehrstündige Trennung von seinen Eltern gewöhnen.

 

In der Regel sind dafür je nach Alter des Kindes zwei bis drei Wochen notwendig. Die Entscheidung, wie lange das Kind die Unterstützung der Eltern braucht, ist in jedem Fall vom Verhalten des Kindes abhängig.

 

Prinzipien der Eingewöhnung

Nachdem das Kind mit Mutter oder Vater die Einrichtung besucht hat, um sich umzusehen und Absprachen zu treffen, beginnt die reguläre Eingewöhnung zwischen den Eltern und der zuständigen Erzieherin. Die Mutter oder der Vater nehmen einen festen Platz im Raum ein; das Kind kann jederzeit zu ihr/ihm kommen. Es entscheidet, wann und für wie lange es die sichere, vertraute Person verlässt und wann es zurückkehrt.

 

Die zuständige Erzieherin signalisiert dem Kind, dass sie für es da ist, macht Angebote, versucht sich um seine Bedürfnisse zu kümmern.

 

In der Regel erfolgt am vierten Tag die erste Trennung. Die Mutter / der Vater verabschiedet sich, verlässt für kurze Zeit den Raum, die Erzieherin betreut das Kind. Die Trennungsabstände werden von Tag zu Tag länger.

 

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn sich das Kind ohne Probleme von der neuen Bezugsperson trösten lässt.